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Musik Review: RROYCE – Patience

Vier Wochen ist es nun schon veröffentlicht – das Album PATIENCE. DarkBW hat sich die neuste CD der aufstrebenden Jungs von RROYCE ganz gründlich angehört um euch einen Eindruck des dritten Studioalbum zu liefern!

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Endlich ist es da – das heiß ersehnte „PATIENCE“ von RROYCE!

Als bekennende Rroyce – Liebhaberin kann ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, ein paar Worte – ok, letztlich sind es ein paar Worte mehr 🙂 – zur neuen CD Patience* zu sagen! Als (DarkBW-) Autorin und Fan zugleich kann es nun aber Fluch oder Segen sein, ein ersehntes Album in der Hand zu haben und eine Rezension darüber zu verfassen.
Was lange währt, wird letztlich gut?! Langen Atem benötigten die Fans bezüglich der Neuveröffentlichung; das letzte Album ist immerhin von 2016. Wochenlang fieberten daher alle „RROYC(E)ISTEN“ dem neuen Album entgegen!
Et voila, hier ist es nun: Das dritte Studioalbum namens Patience. Extra für Fans ließ sich das Trio aus Dortmund etwas ganz Besonderes einfallen: Eine limited Edition Box mit CD, Fotobuch, extra eigens angefertigten individuellen T-Shirts sowie weiteren Fanartikeln! Kein Wunder, dass dieses Special binnen weniger Tage ausverkauft war.

80er trifft Moderne – Pop trifft Elektronik

Am 27.09.2019 wurde die CD regulär durch Infacted Recordings veröffentlicht. Unter Mitwirken von Dirk Riegner (Komponist, Produzent ua. von Guano Apes, In Strict Confidence und Heppner) verfeinerte das Trio das Album. Gemastert wurde zudem von Krischan Wesenberg (Rotersand). Das Album Patience besteht aus insgesamt zwölf Tracks, welche alle eine ordentliche Länge zwischen vier und fünf Minuten aufweisen und durchweg englisch gesungen sind. Insgesamt erwarten den Hörer 54 Minuten musikalische Highlights. Ihr Stil wird oft zitiert als: „80er trifft Moderne – Pop trifft Elektronik
KAY (Keys& Programming) komponiert die Melodien zuerst, zu welchen später die Texte von CASI (Vocals) eingesungen werden. Die emotionalen Texte handeln von unmittelbaren Lebenserfahrungen; sprich Alltagssituationen, aber auch Themen wie Freundschaft und Familie werden verarbeitet. Live werden die beiden durch AL an der Gitarre unterstützt.

Anspruchsvolle Texte in melodiösem Kontext

Eröffnet wird die neuen Platte mit Parallel Worlds, zu welchem es bereits eine Singleauskopplung* und diverse Remixe gibt. Kein Wunder wurde dieser Titel ausgekoppelt; er überzeugt durch seinen Rhythmus und Melodie.
Als nächsten Song erwartet die Hörer das atmosphärische My Dearest Enemy. Das Lied fängt melodisch, rhythmusweisend an und wird sofort zum Ohrwurm. Der Refrain frisst sich nicht nur aufgrund des Textes ins Gedächtnis. ‚My Dearest Enemy‘ regt ebenso zum Nachdenken an wie das folgende I Felt Alive.
Einer meiner persönlichen Lieblingslieder der Platte trägt den Titel Full Speed, Half Sight. Die Stimmfarbe von Sänger Casi kommt hier gut zur Geltung. Anfängliche poppige Syntiesounds, der Tempowechsel zwischen den einzelnen Parts und dem eingängigen Refrain sind perfekt ineinander verwoben und lassen den Hörer dahin schmelzen. Der Refrain eingängig: „Full Speed- Half Sight; Restricted Views- Almost Blind- Blurred Vision“

Am besinnlichsten ist vermutlich Cry ein Stück das ruhigere Töne („…the one who shed tears is always right…“) anstimmen lässt und in der Mitte des Album kurz Zeit zum Durchatmen lässt, bevor es anschließend mit dem sehr tanzbaren Someone Else’s Life weitergeht. Dieser Song ist meines Erachtens (wenn überhaupt) am ehesten vergleichbar mit dem sehr bekannten tanzbaren ‚Run Run Run‘ aus dem Vorgängeralbum Karoshi*. Textlich äußert sich Casi: „Promises never start with a maybe“ – Wie wahr!

Manche Songs muss man auf sich wirken lassen

Etwas disharmonischer geht es mit Dying In Slow Motion weiter. Hierzu muss ich gestehen, dass zu Beginn des ersten Durchhörens  die Tendenz des Weiterklickens durchkam. Umso öfters man das Album, aber hört, umso interessanter gestalten sich ebenso die folgenden Too Little, Life is a Gun oder Valkyrie. Hier zeigt sich für mich wieder einmal mehr, dass man Songs auch manchmal auf sich wirken lassen muss, um das wahre Potenzial im Laufe des Einprägens zu erkennen. Die Songs gewinnen von Mal zu Mal an Qualität! Abschluss des gesamten Albums macht Walking On Water, welches das gesamte Album poppig, melodiös mit den Worten: „…Before we go without a trace...“ abrundet. Bei mir hat das Album definitiv Spuren hinterlassen!

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Fazit zu RROYCE – Patience

Bild:RROYCE

Das Album war seine Wartezeit absolut wert! Liebhaber elektronischer und dennoch ausgefallener, zeitloser 80er Sounds kommen hier auf ihre Kosten. Es ist grundsolide, harmonisch und eindrucksvoll. Die Lieder gehen ins Ohr sowie in die Beine und die Texte beschäftigen den Zuhörer nachdrucksvoll. Patience* verzichtet auf epigonale Sounds und kreiert eine ganz eigene Klangtransparenz: das Album gewinnt von Mal zu Mal hören an Qualität! RROYCE schafft es, nachdenkliche Textpassagen in nicht allzu sehr depressive Melodienverläufe zu verpacken – ganz im Sinne Schillers: „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst!
Rroyce sind nicht nur gute Musiker sondern auch hervorragende Entertainer (wir berichteten von Rroyce auf dem Autumn Moon Festival)! Hiervon könnt ihr euch selbst bei den kommenden Konzertterminen überzeugen.
Siehe auch unseren Bericht über die Singleauskopplung ‚Parallel Worlds‘ , bei welchem noch etwas zur interessanten Entstehung der Bandgeschichte verfasst ist.

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*

Tracklist RROYCE – Patience:

01.Parallel Worlds
02. My Dearest Enemy
03. I Felt Alive
04. Full Speed, Half Sight
05. Cry
06. Someone Else’s Life
07. Dying In Slowmotion
08. Too Little
09. L.T.H.M.
10. Life Is A Gun
11. Valkyrie
12. Walking On Water

Tourdaten RROYCE (Support von Welle: Erdball) in BW

09.11.2019 Mannheim, MS Connexion Complex
10.11.2019 Stuttgart, LKA Longhorn

Weitere Live-Termine
20.06.2020 Zürich (CH), Dynamo – Werk 21
26.07.2020 Köln, Amphi Festival

Weitere CD Kritiken könnt ihr hier lesen.

Disclaimer:

Diese Rezension gibt die subjektive Meinung der Autorin Anny wieder und muss nicht mit der anderer übereinstimmen. Wir veröffentlichen nur eine von vielen persönlichen Meinungen im Internet.

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RROYCE - Patience

9,99 €
9.2

Musikauswahl

9.4/10

Länge der Tracks

9.0/10

Cover

8.9/10

Texte

9.3/10

Gesamteindruck

9.4/10

Pros

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  • gute Texte
  • eingängige Melodien
  • keine epigonalen Sounds
  • schönes Booklet
  • individuelle Fan Artikel

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Anny

Hallo liebe Community! Bereits seit der frühen "Scheunezeite" (die alten Hasen unter Euch kennen diese nur zu gut) bin ich mit der Szene verbunden und sie ist Bestandteil meines Lebens. Ich verbringe viel Zeit auf Konzerten um die Künstler live zu erleben und um deren musikalisches Engagement zu unterstützen. Daher schreibe ich besonders gerne über Konzerte. Ich bin für neue Musik zu begeistern, weshalb ich auch CD Vorstellungen, Interviews und sonstiges mache. Ich würde mich freuen, wenn ich den einen oder anderen dadurch musikalisch auch etwas inspirieren könnte. ;-) LG Eure ANNY

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  • RROYCE haben auf dem Autumn Moon sehr begeistert. Habe mir anschließend das Album auch häufiger angehört und es überzeugt absolut. Wünsche den Jungs alles Gute und viel Erfolg weiterhin. 😁 Schöne Review von dir!

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